Lebensrettender Chip



Projekt Nr. 16 · Diakonie de La Tour

Wer kennt es nicht, das Gefühl, etwas unbedingt erreichen zu wollen, doch niemand traut einem das so richtig zu.

Menschen mit Behinderung erleben das in vielen Lebensbereichen, und vor allem dann, wenn es um die Integration ins reale Berufsleben geht. Die Diakonie de La Tour hat sich dieser Thematik in Lienz angenommen und ermöglicht Menschen mit Behinderungen mit dem Projekt „Sprungbrett Glöcklturm“ sinnvolle Beschäftigung am echten Arbeitsmarkt zu finden. Vorurteile und Bedenken relativieren sich rasch, wenn man merkt, mit welcher Energie, Freude und Motivation Menschen mit Behinderung arbeiten und wie ernst sie ihre Aufgabe nehmen.

Im Zuge des Projektes wurden Ideen zur Steigerung der Lebensqualität in Osttirol gesammelt. Dabei entstand unter anderem die Idee eines „lebensrettenden Chips“. Dieser Chip ist etwa im Oberarm implantiert oder auf der Haut fixiert und misst diverse Körperfunktionen. Wenn ein Mensch also stürzt, bewusstlos wird oder einen epileptischen Anfall hat reagiert der Chip auf die schnelle Lageveränderung. Durch die Messung von Puls sowie von Hormonen, Proteinen und Enzymen übermittelt der Chip auch ein Signal, wenn ein Mensch im Bett liegt und einen Herzinfarkt hat. Der ausgesandte Notruf geht direkt an die Rettungszentrale, welche die betroffene Person telefonisch kontaktiert. Meldet sich diese nicht, sendet die Rettungsleitstelle ein Team mit Reserveschlüssel.

Dies ermöglicht schnelle Hilfe, wenn man selber nicht mehr in der Lage ist den Notruf zu wählen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit für eine rasche und umfangreiche Genesung gesteigert. In manchen Fällen sind derartige Hilfsmittel sogar die einzige Chance auf Genesung oder Überleben. So können sich Menschen, die alleine leben und/oder Vorerkrankungen haben, sicher fühlen und ihre Lebensqualität sowie jene ihrer Angehörigen wird um ein Vielfaches gesteigert.

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