Dorf-Treffpunkt



Projekt Nr. 13 · Dieter Mayr-Hassler

Immer weniger Dörfer in Osttirol haben eigene Gasthäuser und Geschäfte, die Postämter und Bankfilialen sind fast alle verschwunden. In den ländlichen Regionen gibt es kaum noch Orte, wo man sich zufällig treffen und eine zwanglose Unterhaltung führen kann. Der leidenschaftliche Osttiroler Dieter Mayr-Hassler möchte dieser Entwicklung mit seinem Projekt „Dorf-Treffpunkt“ entgegenwirken.

Aufbauend auf dem Konzept des Talmarktes in Matrei geht es dabei vor allem um die Vernetzung lokaler Strukturen: Eine Kombination aus Dorf-Ladele, Direktvermarktung, Dorf-Café und Nahversorgung in zentraler Lage. Im Geschäftslokal werden lokale landwirtschaftliche Produkte angeboten, das Café oder Gasthaus dient als Treffpunkt. Das Konzept kann in bestehende Nahversorger integriert oder um eine Art Mini-Markt mit Produkten des täglichen Bedarfs ergänzt werden. Die wichtigste Innovation der Idee ist aber die Teilung des Anforderungsprofils. Eine osttirol-weite Genossenschaft mit den notwendigen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen kümmert sich um Einkauf, Marketing und Logistik. Die Läden vor Ort werden von einzelnen Pächtern oder Franchisenehmern geführt. So können sich Menschen, die hervorragend im Betreuen der Gäste und Kunden sind, mit einem Kleinstbetrieb selbständig machen. Schon 10 bis 15 solcher Dorf-Treffpunkte ermöglichen es, gute Einkaufspreise zu erzielen und auch für größere Produzenten ein interessanter Abnehmer zu sein.

Die Dorf-Treffpunkte bringen neues Leben in leere Orte. Bestehende Nahversorger werden aufgewertet und stillgelegte Geschäfte oder Gasthäuser wiederbelebt, bäuerliche Direktvermarkter vergrößern ihren Absatzmarkt, Hausfrauen bietet sich ein interessanter Job im eigenen Dorf und die Dorfbewohner erhalten eine lokale Einkaufsmöglichkeit und einen Treffpunkt zum Plaudern.

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