Co-Working: Aufbruchstimmung in Osttirol


Save the date: Am 5. November um 19 Uhr findet ein Online-Talk für alle Gemeindevertreter und berufstätige Osttiroler statt, die viel von Zuhause aus arbeiten – oder dies gern tun würden.

Das Thema: „CoWorking. Zeitgemäßes Konzept fürs Arbeiten am Land“. Die Idee, die im Rahmen von Vordenken für Osttirol verfolgt wird: attraktive Rahmenbedingungen schaffen, Synergien und neue Potenziale nutzen, Zeit und Ressourcen sparen.

Für den Input sorgen unter anderem Veronika Engel vom Verein CoWorkation Alps, Hannes Götsch von der Basis in Schlanders, sowie die Kalser Bürgermeisterin Erika Rogl.




Gerade in einer Region wie Osttirol wissen die meisten, was es bedeutet, jeden Morgen pünktlich am Arbeitsplatz zu sein: lange Autofahrten, teurer Sprit, wenig Flexibilität. 
Dabei können vom weltweiten Trend des Co-Working auch Osttiroler Unternehmen und Berufstätige profitieren. Denn: In vielen Branchen und Bereichen ändert sich die Arbeitskultur. Und das nicht erst seit den vermehrten Homeoffice-Maßnahmen.

„Unternehmen leben zunehmend offenere und flachere Hierarchien“, weiß RMO-Geschäftsführer Michael Hohenwarter. Dank der Digitalisierung sei es in vielen Berufen mittlerweile möglich, von überall aus zu arbeiten.
Es gäbe ohnehin schon diverse Arbeitsplätze an Standorten, an denen nur einzelne Mitarbeiter säßen. Und hier sieht er die Chancen für den ländlichen Raum.
„Mit der richtigen Infrastruktur kann einer problemlos vom Defereggental aus für einen Wiener Betrieb arbeiten“, ist er sich sicher.  

Und damit Privatleben und Arbeit sich nicht allzu sehr vermischen, wäre die Idee eine Art „Village Office“ – ein Arbeitsraum, den beispielsweise die Gemeinde zur Verfügung stellt und wo Menschen mit unterschiedlichen Arbeitsgebern arbeiten. 
Positiver Effekt: Vernetzung, Inspiration, Austausch, auch zwischen unterschiedlichen Branchen.
Nicht zu vergessen ist der ökologische Vorteil. Weniger gefahrene Kilometer mit dem Pkw bedeutet ein Plus für die Umwelt. Und der Zeitvorteil ist immens.  

Profiteure sind auch Unternehmen, Fachkräfte werden überall händeringend gesucht. Einen Run auf gute Köpfe, nennt es Hohenwarter.
„Immer weniger Betriebe können es sich leisten, knallharte Arbeitsbedingungen zu diktieren.“
Wie das Umsetzen und der Praxis-Alltag von Co-Working-Spaces aussehen kann, dazu liefern Gäste aus Kärnten, Salzburg und Südtirol konkrete Beispiele.  


Und wer sich für das Thema umfassender interessiert, meldet sich für den am 18. November 2020 stattfindenden digitalen Workshop bei e.wallensteiner@rmo.at an. 



Autorin:
Monika Hoeksema
www.mehrsalzmedia.com

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